Das „Haus der kleinen Forscher“ wird Pilot-Netzwerk - neue Angebote zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Das „Haus der kleinen Forscher“ wird Pilot-Netzwerk - neue Angebote zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Die Stiftung Haus der kleinen Forscher möchte allen Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter die alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technische Themen ermöglichen. Seit 2016 entwickelt die Stiftung darüber hinaus ein Angebot zu Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das neue Angebot wird in unterschiedlichen Regionen erprobt, bevor es ab 2018 nach und nach deutschlandweit verfügbar ist. Und das Fröbel-Seminar der Helene-Lange-Schule ist als Modellschule mit dabei…

„Mein Handeln hat Konsequenzen. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern“

Nachhaltigkeit ist mehr als „Bio“. Nachhaltig zu handeln bedeutet verantwortungsvoll zu handeln und an die folgenden Generationen zu denken. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Bildungskonzept, das Mädchen und Jungen darin bestärken möchte, unsere komplexe, in ihren Ressourcen begrenzte Welt zu erforschen, zu verstehen und aktiv im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten.

In den Workshops für pädagogische Fach- und Lehrkräfte sowie für Kita-Leitungen erproben wir Praxisbeispiele, wie wir gemeinsam mit den Kindern globale Zusammenhänge und Zukunftsfragen erforschen können. Ein Apfel kann z.B. zum Anlass für viele Fragen und Forscherideen werden: Wo kommt der Apfel her? Wer hat ihn unter welchen Bedingungen angebaut und geerntet? Können sich alle Menschen einen Apfel leisten? Dies ist nur ein Beispiel, an dem sich komplexe Zusammenhänge unserer sich rasant verändernden Welt erkunden lassen. Für Kinder ist es wichtig, eigene Antworten zu finden, vernetzt zu denken und Handlungsoptionen zu erkennen. Forschendes Lernen und Philosophieren mit Kindern sind bewährte Methoden, um Aspekte der Nachhaltigkeit zu bearbeiten.

Ebenso wichtig ist der Gedanke, wie man die eigene Einrichtung nachhaltig weiterentwickeln kann. Dies bedeutet nicht, alles umzukrempeln, sondern nach und nach – in gemeinschaftlicher Arbeit von Leitung, Team, Kindern und Eltern – herauszufinden, was sinnvoll und machbar ist. Welches Thema ist für die Einrichtung, die Kinder, die Eltern oder in der Region besonders wichtig? Energieversorgung und Heizen, Ernährung oder Müll? Wir beschäftigen uns mit Nachhaltigkeitsfragen rund um die Kita als Bildungseinrichtung.

Ansprechpartnerin für das „HdkF“:

StR’in Kerstin Adam

Helene-Lange Schule/Fröbel-Seminar Mannheim, Rennershofstr. 2, 68161 Mannheim

Tel: 0621/824048, e-mail: kerstin.adam@hls-ma.de


Zukünftige Erzieher/innen des Fröbel-Seminar besuchen „Haus der Astronomie“ in Heidelberg

Zukünftige Erzieher/innen des Fröbel-Seminar besuchen „Haus der Astronomie“ in Heidelberg

Am Freitag, dem 10.02. war eine Gruppe von 25 BerufspraktikantInnen des Fröbel-Seminars gemeinsam mit den Betreuungslehrern Kerstin Adam und Pascal Geier zu Besuch im „Haus der Astronomie“ in Heidelberg. Der Workshop zum Thema „Sonne, Mond und Sterne – mit Kindern Astronomie entdecken“ gehört mittlerweile zum alljährlichen Fortbildungs-Angebot im Anerkennungsjahr.

Der von Dipl.-Physikerin Natalie Fischer durchgeführte Workshop beinhaltete Themenschwerpunkte wie „Die Erde, der Mond und die Sonne als System“, der „Aufbau des Sonnensystems“ oder die „Welt der Sternbilder“. Während der Fortbildung stellte Frau Fischer uns anschauliche und kindgerechte didaktische Materialien und Modelle basierend auf dem Inhalt der UNAWE-Astronomie-Box vor, und wir erprobten Umsetzungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis.

So diskutierten wir astronomische Phänomene und Konzepte und überlegten uns, wie wir diese Inhalte kindgerecht weitergeben können. Die Herstellung von Mondkratern war hier genauso spannend wie das Mondphasen-Puzzle oder die kulturell unterschiedlichen Geschichten über den „Mann im Mond“. Das Sonnensystem war ebenfalls ein großes Thema: wie bewegen sich welche Planeten mit welcher Geschwindigkeit um die Sonne? Warum gibt es unterschiedliche Jahreszeiten? Warum Tag und Nacht? Wie kommt es zu Mond- und Sonnenfinsternis und warum passiert das nur alle paar Jahre mal?

Am Nachmittag durften wir als Astronauten das Planetensystem „abfliegen“ und diskutierten darüber, welcher Planet sich als Urlaubsort oder Lebensort wirklich eignet und konnten feststellen, dass die Erde doch die beste Alternative ist. Frau Fischer führte uns außerdem zur Sternwarte, wo wir das Bruce-Teleskop besichtigen und über die Arbeit von Astronomen vieles erfahren und erfragen konnten. Im Anschluss daran haben wir uns mit den Mythen der Sternbilder befasst.

Zum Abschluss hatte Frau Fischer für uns eine Rakete „gebucht“ und wir konnten im Planetarium direkt in die Welt der Planeten und Sternbilder eintauchen.

(Kerstin Adam)